Konzert mit Ensemble Diderot – 27.09.2026
Bach Beyond Borders
Als Johann Sebastian Bach seinen Schüler Johann Gottlieb Goldberg – einen seiner begabtesten Schüler – unterrichtete, griff er wahrscheinlich auf dieselben Orgeltriosonaten zurück, die bereits die musikalische Entwicklung seiner Söhne geprägt hatten.
Zu Bachs Zeit galt die Triosonate als die höchste Bewährungsprobe für das Können eines Komponisten. Als wichtigste Form der Kammermusik im 17. und 18. Jahrhundert steht sie heute im Zentrum des Repertoires von Ensemble Diderot.
Die vier Musiker des Ensembles durchforsten unermüdlich Bibliotheken und haben dabei eine beeindruckende Sammlung von Werken zusammengetragen. Auf ihrer Suche stoßen sie immer wieder auf vergessene Schätze, die in diesem Programm neben einigen der berühmtesten Meisterwerke des Genres erklingen.
Gemeinsam zeichnen diese Werke ein lebendiges und nuanciertes Porträt der deutschen Kammermusik in Bachs Zeit – einer musikalischen Landschaft, die erstaunlich offen war für neue Ideen und ausländische Einflüsse.
Historischer Forschergeist, atemberaubende Virtuosität, rhythmische Finesse und elegante Verzierungskunst: Als „Superlativ von Anfang bis Ende“ wurden die Konzerte des Ensemble Diderot von der britischen Klassikzeitschrift The Strad gefeiert.
Foto: Julien Benhamou
Programm
- Johann Sebastian Bach Triosonate C-Dur BWV 529
- Jean-Marie Leclair Triosonate d-Moll op. 4. Nr. 3
- Johann Gottlieb Goldberg Triosonate C-Dur (attrib. Bach, BWV 1037)
- François Couperin Triosonate d-Moll “La Convalescente”
- Antonio Vivaldi Triosonate für Violine und Cello G-Dur RV 820
- Georg Friedrich Händel Triosonate F-Dur HWV 392
- Antonio Vivaldi Triosonate d-Moll op. 1 Nr. 12 „La Folia”
Ensemble Diderot
- Johannes Pramsohler, Barockvioline
- Roldán Bernabé, Barockvioline
- Gulrim Choï, Barockcello
- Philippe Grisvard, Cembalo



